07.03.14

Fresenhagen in Zwangsversteigerung



Es ist schön, in so einem Zimmer zu liegen. Man fühlt sich beschützt, während draußen – da, wo Rio mit seinem Löwenherz & seinem Kinder-Gemüt Wache zu halten scheint – mittlerweile ein eisiger Wind ums Haus fegt.“ (Danny Dziuk),

Nachdem die Brüder Möbius den ehem. Hof der Ton Steine Scherben in Fresenhagen zu Grunde gewirtschaftet und an eine "sehr seriöse" Jugendhilfeeinrichtung verscherbelt hatten schien das der Schlussstrich unter dem Kapitel Fresenhagen zu sein.
Aber erstens kommt es anders....
Gert Möbius´s serioese Jugendhilfeeinrichtung war wohl doch nicht so richtig seriös und so musste nach kurzer Zeit Insolvenz angemeldet und der Hof wieder verlassen werden. Fresenhagen 11 ist in der Hand des Insolvenzverwalters und geht im April 2014 in die Zwangsversteigerung.

Danke dafür an alle die das ermöglicht haben. Danke an die Familie Möbius, insbes. Gert und Peter Möbius, die jahrelang alle Versuche erfolgreich verhindert haben eine bessere Lösung für Fresenhagen zu finden.


01.02.11

Fresenhagen verkauft

 
gert und peter möbius haben es vollbracht. 
nach ihrer jahrelangen misswirtschaft in fresenhagen haben sie kurz vor weihnachten 2010 den nordfriesischen hof verkauft.

was muss das für ein schönes weihnachtsfest bei familie möbius gewesen sein. endlich wieder geld im haus. 
die zwillinge tanzen mit den hunden ringelpietz um den weihnachtsbaum und singen ausgelassen: "hast´ brav gemacht hast´ brav gemacht drum wirste nicht mehr ausgelacht"die ganze familie ist erleichtert. endlich gibt es wieder genug zu essen. 
"ich bin sehr glücklich" wird eine der möbius-pilch töchter zitiert. "unser erbe wird nicht mehr in der nordfriesischen tundra versenkt. papi kann jetzt wieder jeden tag frischen thunfisch für uns kaufen. und sonntags wieder haifischflossensuppe braten, mmhhhh", lekka.
aber sch(m)erz beiseite. 

Ich frage mich: wieso haben die möbius brüder den hof nicht an die scherben musiker verkauft ?
entgegen der behauptungen von gert und peter möbius versuchten die musiker der ton steine scherben seit mehreren jahren den hof zu pachten oder zu kaufen. die möbius brüder aber sind auf keines der angebote auch nur im geringsten eingegangen. sie verweigerten jedes konstruktive gepräch.

selbst als die bandmitglieder 2010 anboten eine stiftung zu gründen um mit hilfe von unterstützern aus der regionalpolitik und partnern in der region den hof zu betreiben verweigerten die möbius brüder jede zusammenarbeit.
"...ihr werdet fresenhagen nie bekommen..." brüllte ingrid pilch die lebensgefährtin von gert möbius den bandgründer kai sichtermann auf der rio reiser haus vereinssitzung an.

nun hat - wenn man den meldungen glauben schenken darf - eine initiative zum betreuten wohnen fresenhagen erworben. 

25.11.10

Fresenhagen ist gerettet !

Juchhuuuuu - Fresenhagen muss nicht verkauft werden.
Die ehemaligen Verwalter, Diana und Thomas Kleis, haben eine Auswertung Ihrer Zeit in Fresenhagen präsentiert. Die stellt sich nun als außerordentliche Erfolgsstory heraus. Die Einnahmen aus Zimmervermietung und Veranstaltungen übersteigen – riesige Überraschung für alle - das bisher angenommen Volumen bei weitem.Lt. eigenen Angaben zählte Fresenhagen im Kleistchen Zeitraum von November 2006 bis August 2009 die stattlich Anzahl von 2500 Übernachtungen sowie 170 Veranstaltungen.

Wenn ich das in Einnahmen umrechne sieht die Situation längst nicht so katastrophal aus wie Gert Möbius es immer jedem weis machen will. 
Bei einem sehr gering gerechneten Ansatz von  30,- Euro pro Übernachtung komme ich auf 75.000,- Euro. Und bei angenommenen 40 zahlenden Gästen pro Veranstaltung à 8,- Euro komme ich auf geschätzte Einnahmen von 54.400,- Euro.Das sind zusammengerechnet 129.400,- Euro. Nun  berücksichtige ich noch die Einnahmen aus Gastronomie, CD, Merchandising und Devotionalienverkauf, Museumseintritt, Proben von Bands und Spenden sowie die Einnahmen aus dem jährlichen Fresenhagen Festival. Auch müssen die Einnahmen berücksichtigt werden die erzielt wurden durch Drehgenehmigungen für die verschiedenen Filmproduktionen die in Fresenhagen gedreht haben. 
Da kommt sicherlich noch ein erklecklicher Betrag dazu. Ich setze den gering an und gehe der Einfachheit halber von Gesamteinnahmen in Höhe von mindestens 165.000,- Euro aus. Des Weiteren kommt, lt. Thomas Kleis, die finanzielle Unterstützung der Familie Möbius dazu mit der der „passionierte Handwerker zahlreiche Ideen umsetzen konnte“

Legen wir nun diese Gesamtsumme auf die Kleistche Verwalterperiode von ca. 32 Monaten um dann kommen wir auf Einnahmen von mindestens 5.156,25 Euro pro Monat!

5.156,25 Euro pro Monat - Das ist deutlich mehr als das von Gert Möbius immer wieder beschworene „Fresenhagen bringt nichts sein“ und  „kost´n Famögen“. Mit diesen Einnahmen lassen sich die Basiskosten von Fresenhagen für Strom, Heizung, Wasser, Reinigung, Telefon, Internet problemlos tragen. Setzen wir monatlichen Kosten für Fresenhagen hoch an - mit 2.000,- Euro -  dann bleiben immer noch 3.156,25 Euro pro Monat übrig.

Das zeigt; Unter diesen Bedingungen kann Fresenhagen betrieben und getragen werden. Wieso aber wird die Situation durch Gert Möbius immer so desolat dargestellt? Die Zahlen sagen etwas anderes. Warum wissen die Vereinsmitglieder nichts von diesen eigentlich doch so positiven Nachrichten?

Und - es bedarf wohl kaum eines Funken Sachverstandes die nun um so mehr im Raum stehenden Fragen zu stellen: Wo ist das Geld geblieben das in Fresenhagen eingenommen wurde? Was ist damit geschehen? Wohin ist es geflossen? Wer ist dafür verantwortlich? Welche Interessen stecken dahinter?

Fragen über Fragen die uns nur der Hausherr von Fresenhagen, Gert Möbius, beantworten kann - dem ich in Vorfreude zum 1. Advent das folgende Lied - ein Klassiker schlechthin – widme…

„Lied des Gert Möbius“
 

30.08.10

Fresenhagen Fest 2010

Die schöne Zeit ist wieder einmal viel zu schnell vergangen. Ich vermisse schon jetzt die lauschigen Abende an denen wir zusammen gesessen.
Auch in diesem Jahr pilgert ein Jahr für Jahr immer armseliger werdendes Häuflein von Vereinsmitgliedern nach Fresenhagen zum Rio Reiser Haus Fest. Die kleine Schar findet sich diesmal unter dem Motto "Kein Festival 2010" in Fresenhagen ein. Dem Motto folgend gibt es keine Meldung zum Gedenken an Rios Todestag. Es muss gespart werden, da muss auch das Gedenken in den Hintergrund treten. Und dann noch die vielen Probleme, die Sorgen um Fresenhagen, die vielen Bösartigkeiten die man in die Wege leiten muss, die große Auswahl im neuen Manufucktum Katalog - nichts als Probleme und schier unlösbare Aufgaben für Gert Möbius.

Davon aber merken die Vereinsmitglieder wenig. Sie sammeln sich jeden Abend zu Füßen des Gert und lauschen seinen fantasievollen Geschichten.
Die undeutlich genuschelten Worte sind nicht leicht zu verstehen. Es wehen immer nur schwer verständlichen Satzschwaden durch den alkoholgeschwängerten Raum...kost´n vermögengrummlgrummlmuss alles ich bezahlendideldudelsumm 8.000 jeden tagschummeldichdurch damals war alles besserjojomannoooo da hab ich fresenhagen erfundenwrobbelgrunz niemand hat die absicht eusch ssu belügenlabbelbrabbel die anneren sind schuldobbazonckischrrrgr ich bin der grösstedummdideldumm undankbares gesindel drippelrappelrum urrps sorrie wörrggestammel ich liebbe würg euch doch alle grrrrzorck isch gebbe eusch meinn äeehrenwort bumsvallerapuupswürk…

So geht es Abend für Abend. Fasziniert hängen die Vereinsmitglieder an Gerts Lippen, ehrfürchtig lauschen sie seinen unglaublichen Abenteuern. Die jeden Abend aufs neue verteilten Tränenfässchen und Taschentücher mit eingesticktem Möbius Monogramm  erfüllen ihren Zweck.
Einige der posthumen Weggefährten kommen kurzzeitig ins Grübeln. Sie wissen, dass Gert Möbius die Geschichten nur aus Büchern und Erzählungen kennt, nie in Fresenhagen gelebt und denkbar wenig mit den Scherben und Rio zu tun hatte. Da empfiehlt Gert den Grüblern mit dem Zweifeln aufzuhören und verteilt eine besonders große Kelle Beluga in die Runde - leckker -   sofort lösen sich alle Grübeleien in Wohlgefallen auf - nicht ohne von leicht debilem Grinsen begleitet zu werden.

So verbringen die posthumen Weggefährten von Rio Reiser wieder einmal ein letztes Wochenende mit Gert Möbius in Fresenhagen. Der Abschied fällt allen schwer ist es doch das allerallerletzte Treffen an diesem Ort. Gert Möbius hat das hochherrschaftliche Anwesen und die angrenzenden  Ländereien an die dänische MäädjiaMarkets Kette verkauft. Da drücken alle noch ein besonders großes Tränchen ins Fässchen und jammern um die Wette.
Kaum zu glauben aber so geschehen in Nordfriesland im August 2010.


Die "Huldigung des großen Gert".  jeden 5. Sonntag im Monat
von 12:00-13:00 in der in der Scheune, Fresenhagen

05.08.10

Besuch in Fresenhagen

Eine Freundin aus Studienzeiten schickte mir vor kurzem eine Beschreibung von ihrem aktuellen Ausflug nach Fresenhagen.
Die möchte ich euch nicht vorenthalten und gebe sie hier kommentarlos wieder:

Besuch in Fresenhagen
Vom deutschen Graceland keine Spur. Der Hof macht im ersten Augenblick einen tristen, verlassenen Eindruck. Nach einigen Minuten schlurft mir der einzige Bewohner entgegen, der Hausmeister wie sich später herausstellt. Er wirkt unbeteiligt, etwas genervt, scheint von Besuchern nicht besonders angetan zu sein. (Ähnliche Eindrücke schildert auch das junge Paar mit Baby das in der Scheune campiert).
Der Hausmeister kann mir über die Geschichte des Hauses so gut wie nichts erzählen. Dafür erfahre ich mehr als mir lieb ist über seine finanzielle Situation und seine persönlichen Probleme.
Rundgang und Gespräch sind, auf das notwendigste reduziert, im Schnelldurchlauf abgehakt. Der erste äußere Eindruck verlässt mich eben so wenig im Innern des Gästebereichs wie im Pappkameraden-Museum hinter dem Haus.

Ursprünglich hatte auch ich vor in Fresenhagen die Nacht zu verbringen. Nach Benutzung der sanitären Anlagen und Führung durch die Gästezimmer weigerte sich allerdings mein Begleiter.

Wir fahren eine Straße weiter in Richtung Leck und übernachten in der kuscheligen Heuherberge...


02.08.10

Verkauf von Fresenhagen

Die Reiser Erben Gert und Peter Möbius wollen Fresenhagen verkaufen.
Nach eigenen Angaben können sie die hohen Betriebskosten des Hofes nicht mehr tragen und erwarten nun finanzielle Unterstützung zum Erhalt des Hauses von der Politik aus der Region. Ebenso aus der deutschen Musikszene erwarten die Reiser Erben finanzielle Unterstützung. Etliche Musiker wurden von Gert Möbius angeschrieben und aufgefordert ihren Obolus für den Erhalt von Fresenhagen zu entrichten,
"... die spielen ständig Scherben und Rio und wir haben gar nichts davon ..." wird Gert Möbius in diesem Zusammenhang zitiert.
Ja, das muss geändert werden sagte sich angeblich auch die Gema. Dort wurde nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet um schnellstmöglichst eine "Reiser-Erben-Abgabe" einzuführen. Jeder der zukünftig eine Textzeile von Rio oder den Scherben ausspricht, aufschreibt oder vorträgt muss eine Sondergebühr an die Reiser Erben entrichten.
Viele deutsche Musiker haben sich sofort spontan dazu bereit erklärt, ihre Konten zu geplündert und Gelder überwiesen. Die erste Fantastilliarde dürfte mittlerweile auf den Schweizer Konten der Reiser Erben eingegangen sein.

Aber Scherz beiseite, die Gründe für die Verkaufsabsichten von Fresenhagen liegen wohl weniger in den angeblich so hohen Betriebskosten (i. H. v. 8.000 Euro mtl. lt. Gert Möbius) als im Unvermögen der Möbius Brüder als Betreiber. Innerhalb der letzten 14 Jahre, seit Rios Tod 1996, haben die Brüder etwas zustande gebracht was selbst den Scherben und Rio in ihren schlechtesten Zeiten nicht gelungen ist: Haus und Hof Fresenhagen in Grund und Boden zu wirtschaften !
In der Zeit seit Rios Tod (1996) gab es mehr als 9 verschiedene personelle Besetzungen des Hofes. Alle Verwalter und Hausmeister wurden ausschließlich von den Reiser Erben bestimmt. Die Verwalter mussten immer unter der "fachkompetenten" Ägide der Möbius Brüder handeln. Jeder Versuch mit neuen Ideen frischen Wind und Schwung nach Fresenhagen zu bringen wurde von den Möbius Brüdern verhindert. Jeder der ihnen nicht nach dem Mund redete wurde diskreditiert, gemobbt, oder kurzerhand vom Hof gejagt. Eigene Meinungen und ideen in Fresenhagen einzubringen ist auch heute nur gewünscht solange sie die Ansichten der Möbius Brüder wiedergeben.

Auch im lokalen Fresenhagener Umfeld haben die Möbius Brüder Flurschaden angerichtet. Waren Rio und die Scherben früher in der Region respektiert und hatten ein herzliches Verhältniss zu Nachbarn, Landwirten und Bauern, so erntet heute nur Hohn und Spott wer die Einheimischen nach den Reiser Erben und Fresenhagen fragt.

Die alten Freunde von Rio und den Scherben lassen sich schon lange nicht mehr in Fresenhagen sehen, wollen nichts mit den Möbius Brüdern zu tun haben. Lanrue hat Fresenhagen mit wehenden Fahnen verlassen und die anderen Scherben Musiker betreten den Hof nicht mehr seit ihnen von den Möbius Brüdern mitgeteilt wurde sie seien unerwünscht in Fresenhagen.

Aus Ermangelung der nun fehlenden authentischen Weggefährten erklärte unlängst Peter Möbius die Mitglieder des Rio Reiser Vereins kurzerhand zu
"... Rios posthumen Weggefährten..."

13.08.09

Lanrue zieht weg aus Fresenhagen

Doch der nächste "Psycho" lässt nicht lange auf sich warten.
Die Reiser Erben machen Front gegen die gemeinsamen Aktivitäten der Ton Steine Scherben Musiker. Die Scherben "... sind auf dem Hof nicht erwünscht..." wird ihnen mitgeteilt. Privat anberaumte treffen in Lanrue´s Wohnung werden ihnen von den Möbius Brüdern untersagt, den Musikern wird Hausverbot erteilt.
Vermittlung und Gesprächsangebote lehnen die Reiser Erben ab.

In Fresenhagen ist es nicht mehr auszuhalten. R.P.S. Lanrue zieht aus Fresenhagen aus und geht nach Berlin.

11.08.09

R.P.S. Lanrue zurück in Fresenhagen

Das Haus von R.P.S. Lanrue in Portugal brennt bis auf die Grundmauern nieder. Er wohnt noch einige Zeit in seinem provisorischen Bauwagen in Portugal kommt dann aber nach Deutschland und zieht in Fresenhagen ein, in seinen alten Wohntrakt aus Scherben Zeiten.

Das läßt wieder neue Hoffnung aufkeimen. Mit Lanrue kommt eine andere Stimmung nach Fresenhagen, es zieht neues Leben in den Hof ein, alte Freunde kommen zu Besuch, die Scherben Musiker sind zu Gast, tiefe Gräben werden zugeschüttet und begrünt, es werden neue Pläne gemacht. Gemeinsam wollend die Scherben ihre Platten wieder vertreiben, Auftritte sind im Gespräch.

Die Reiser Erben und die Sau Billig

Die Media Markt Kette startet eine neue Werbekampagne und wirbt mit dem Slogan "Saubillig". Sie benutzt dafür, mit der Genehmigung der Reiser Erben, die "König von Deutschland" Melodie von Rio Reiser.

Die Fans nehmen an, dass die Scherben die Genehmigung für die Werbung gegeben haben. Auf den Konzerten der Scherben empören sie sich lautstark, und attackieren die Musiker. Marius del Mestres Sohn wird beim Konzert am 01. Mai auf dem Oranienplatz in Berlin von eine Bierflasche am Kopf getroffen. Andere kommen mit einem blauen Auge und viel Diskussion davon.

Die Scherben Musiker waren zwar gegen die Genehmigung der Reiser Erben aber sie konnten die Verwendung der Musik nicht verhindern.
Um sich deutlich von den Aktivitäten der Rio Reiser Erben zu distanzieren, reagieren die Scherben Musiker mit dem folgenden Clip:
Dem Comic mit der Sau Billig.

video

Video König von Deutschland

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Das Konzept der Scherben für Fresenhagen

In der Zwischenzeit entwickeln die Scherben Musiker ein umfassendes Konzept für den Betrieb und den Unterhalt von Fresenhagen. Unter Einbeziehung ihres großen Netzwerks aus Künstlern, Freunden, Aktivisten, Geldgebern und Weggefährten wollen sie Fresenhagen pachten, betreiben und der Idee der Kulturstätte ein neues Fundament geben.

Alle Vorschläge der Scherben den Hof zu pachten, zu betreiben und zu entwickeln werden von den Reiser Erben kategorisch abgelehnt. Versuche sachlicher Auseinandersetzung mit den Reiser Erben sind vergeblich. Diskussionsversuche der Scherben im Rahmen der Rio Reiser e.V. Mitgliederversammlungen enden in wüsten Beschimpfungen der Reiser Erben gegen die Scherben.

Ton Steine Scherben Gründungsmitglied Kai Sichtermann trat Anfang 2009 aus Protest aus dem Rio Reiser e.V. aus nachdem er und die Scherben auf der Vereinssitzung in Fresenhagen von Gerd Möbius als "hier unerwünscht" bezeichnet wurde.

10.08.09

Die nächsten Verwalter

Nach der kurzen Ponyhof Episode finden die Reiser Erben wieder einmal zwei neue Verwalter für Fresenhagen.

09.08.09

Der Ponyhof

Die Zeit von Fresenhagen als Ponyhof weilte nur kurz.
Die Ponyhofbetreiberin freundete sich mit den Scherben an, überwarf sich mit den Reiser Erben und wurde von ihnen, nach den üblichen verbalen Schlammschlachten, aus Fresenhagen verwiesen. Sie zog nach kurzer Zeit wieder aus.
Der Ponyhof war Geschichte.

Die Eskalation

Die Situation eskaliert in einem Ereignis, dass ein interessantes Bild auf die Reiser Erben wirft.
2006 sind die Scherben Musiker mit der Scherben Family auf Tour.
In dieser Zeit beraumt Gert Möbius einen Besichtigungstermin mit einer neuen, von ihm favorisierten, Verwalterin in Fresenhagen an. Wohlwissend, dass Marius del Mestre zu dieser Zeit mit der Band auf Tour ist und nicht in seiner Wohnung in Fresenhagen.
Aus Ermangelung eines Schlüssels für den Zugang zu Marius del Mestres Wohnung wird diese, zum Zwecke der Besichtigung mit der vermeintlich neuen Verwalterin
kurzerhand gewaltsam geöffnet. Ein Fenster wird eingedrückt, die Türen von innen geöffnet und die Reiser Erben können mit ihrer Besucherin
in aller Ruhe die Wohnung von Marius del Mestre "besichtigen".

In seinem Blog schrieb Marius del Mestre damals: ... jemand hat offenbar eine der scheiben ziemlich grob aus dem rahmen montiert, dann die fensterhaken geöffnet und ist über meinen schreibtisch schlangenmenschmässig in die wohnung eingestiegen. geklaut wurde, soweit ich das bis jetzt überblicken kann, nix – aber ich bin ein bisschen müde von der tour und hab nicht so richtig die nerven ne totalinventur zu machen. das seltsame an der ganzen sache ist, dass der oder die einbrecher das fenster hinterher, wenn auch total amateurhaft, wieder eingebaut haben. Zugemacht haben sie es allerdings nicht, so dass jederzeit jemand wieder hätte hindurchklettern können. und es ist auch völlig undicht und blöderweise zieht es jetzt wie hechtsuppe. alles in allem sehr mysteriös.
es ist ein ekliges gefühl, sich vorzustellen, dass irgend ein fremder in der wohnung war, weil man sich ständig überlegt, wo derjenige vielleicht diskret rumgewühlt hat und weil man sich auch nicht mehr so richtig sicher fühlt. jedenfalls blieb mir ja nun nix anderes übrig, als die polizei zu rufen. das ist, wenn man übermüdet und angetrunken von einer tour nach hause kommt, ne aktion, die man ungefähr so dringend braucht, wie drei pickel am arsch - nämlich gar nicht. dazu kommt, dass ich jemand bin, der sehr sehr ungern die polizei ruft. schon erst recht nach fresenhagen...

(der vollständige Blog auf http://www.scherbenfamily.de/index_blog.htm)

Nachdem sich herausstellt, dass die Reiser Erben die vermeintlichen Einbrecher in Marius del Mestres Wohnung waren zieht er seine Anzeige zurück und versucht in Diskussionen mit Gert Möbius eine Lösung für die desolate Situation zu finden.
Alles Reden hilf nichts, die Reiser Erben kündigen Marius del Mestre und er muss aus Fresenhagen ausziehen.

Fresenhagen wird zum Ponyhof.

08.08.09

Die Rechnung ohne den Wirt gemacht

Doch der Schein trügt. Die Scherben haben die Rechnung ohne die Erben gemacht. Den Reiser Erben gefällt die selbstbewusste Reunion der Scherben nicht. Im Hintergrund wird schon die Beerdigung der Fresenhagener Aufbruchstimmung vorbereitet.

Die Reiser Erben wollen die Scherben nicht mehr in Fresenhagen haben.
Marius del Mestre soll ausziehen, Proben der Band dürfen dort nicht mehr stattfinden, auf dem Hof soll zukünftig ein Ponyhof betrieben werden.
Die Scherben Musiker sind damit nicht einverstanden und wollen ein tragfähiges Konzept entwickeln und Fresenhagen gemeinsam mit den Reiser Erben zu betreiben.

Doch was die Scherben noch nicht wissen: Eine neue Verwalterin für Fresenhagen haben die Reiser Erben schon längst festgelegt, die Angelegenheit ist längst beschlossene Sache.

Ton Steine Scherben Der Traum ist aus
30.05.1983 live in Offenbach

06.08.09

Die Scherben Reunion

Marius del Mestre wird 2004 als Verwalter in Fresenhagen eingestellt.
Erika Möbius, der Mutter von Rio Reiser, stehen Tränen in den Augen als die Scherben auf dem Fresenhagen Open Air 2004 zum ersten mal seit Jahren wieder zusammen ein auf die Bühne gehen.
Die Scherben beschließen ein Reunion und gehen zukünftig als Scherben Family wieder auf die Bühne.
In der anfänglichen Euphorie macht sich so etwas wie Aufbruchstimmung breit.
Viele alte Freunde und Wegbegleiter von Rio und den Scherben kommen seit dem wieder öfter zu Besuch auf den Hof nach Fresenhagen,
die Musiker Proben nach mehr als 30 Jahren erstmals wieder in dem alten Scherben Studio und bereiten sich im Sommer in der Fresenhagener Scheune auf ihre Tour vor.

Beitrag auf Arte Kultur


Beitrag in 3Sat Foyer


Hans guck in die Luft - Konzertausschnit Fabrik Hamburg 2006


Die Rückkehr - Clip zur Reunion in Fresenhagen